
Jetzt ist Hochsaison für Tomaten – aber gerade die letzten Wochen entscheiden darüber, wie ergiebig und wie lange deine Ernte noch ausfällt. Wir zeigen dir, woran du erntereife Tomaten erkennst, wie du richtig erntest und was deine Pflanze im August und September jetzt noch braucht.
Wann ist eine Tomate reif?
Nicht jede Tomate reift gleich – je nach Sorte unterscheidet sich die Farbe, aber ein paar Anzeichen gelten für fast alle:
- Gleichmäßige Farbe: Die Frucht ist überall gleichmäßig durchgefärbt – rot, gelb, orange oder gestreift, je nach Sorte.
- Leichter Druck: Sie gibt bei sanftem Druck ein wenig nach, fühlt sich aber nicht weich oder matschig an.
- Löst sich leicht: Eine reife Tomate lässt sich fast von selbst vom Kelch lösen, ohne dass du ziehen musst.
So erntest du richtig
Beim Ernten selbst machen viele einen Fehler, der der Pflanze mehr schadet, als du denkst: das Abreißen. Zieh die Tomate nicht einfach ab, sondern knicke den Stiel vorsichtig ab oder schneide ihn mit einer Schere direkt über der Frucht durch. Lässt du den kleinen grünen Kelch dran, hält sich die Tomate danach spürbar länger. Am besten erntest du morgens, wenn der Tau abgetrocknet ist – dann sind die Früchte praller und weniger anfällig für Druckstellen. Und: Regelmäßiges Ernten lohnt sich, denn es regt die Pflanze an, weiter Kraft in neue Früchte zu stecken, statt in bereits ausgereifte.
Mehr Tomaten, als du essen kannst? Im PDF-Guide Tomaten-Rezepte zum Haltbarmachen findest du 7 bewährte Rezepte Schritt für Schritt erklärt – vom Einlegen über selbstgemachte Tomatensoße bis zum würzigen Chutney. So schmeckt deine Ernte auch im Winter noch. Sofort als PDF zum Download.
Pflege im August: Die Basis für eine ergiebige Ernte
Auch wenn die Haupterntezeit läuft, braucht deine Tomatenpflanze im August noch einiges an Aufmerksamkeit:
- Ausgeizen nicht vergessen: Bei Stab- und Rispentomaten wachsen in den Blattachseln ständig neue Seitentriebe (Geiztriebe) nach. Entfernst du sie regelmäßig, steckt die Pflanze ihre Energie in die Fruchtreife statt in zusätzliches Blattwerk.
- Gleichmäßig gießen: Wechselt die Erde ständig zwischen knochentrocken und klatschnass, drohen Blütenendfäule und aufplatzende Früchte. Lieber seltener, dafür durchdringend gießen.
- Unterste Blätter entfernen: Blätter, die den Boden berühren, entfernst du am besten – das verbessert die Luftzirkulation und senkt das Risiko für Pilzkrankheiten.
- Düngung anpassen: Reduziere stickstoffbetonte Dünger und steige auf kaliumreiche Präparate um – die fördern die Fruchtreife statt neues Blattwachstum.
Im September: Die Weichen fürs Saisonende stellen
Mit sinkenden Temperaturen und kürzeren Tagen verändert sich, was deine Pflanze braucht:
- Haupttriebe kappen: Schneide Ende August/Anfang September die Triebspitzen ab. So bildet die Pflanze keine neuen Blüten mehr und steckt ihre komplette Energie in die Reife der bereits vorhandenen Früchte.
- Braunfäule im Blick behalten: Feucht-kühles Wetter begünstigt die Kraut- und Braunfäule. Braune, faulige Flecken auf Blättern oder Früchten solltest du sofort entfernen und im Hausmüll entsorgen – nicht auf den Kompost. Gieße möglichst nur an der Basis, nie über die Blätter.
- Auf Frost vorbereitet sein: Tomatenpflanzen vertragen keinen Frost. Ist der erste Nachtfrost angekündigt, erntest du am besten alle Früchte ab – auch die noch grünen.

Was tun mit grünen Tomaten?
Grüne Tomaten sind kein verlorener Fall: Auf der Fensterbank reifen sie in ein paar Tagen bis Wochen nach, am schnellsten, wenn du einen Apfel oder eine Banane dazulegst – die geben Reifegas ab, das den Prozess beschleunigt. Alternativ verarbeitest du sie direkt weiter, zum Beispiel zu einem würzigen grünen Chutney.
Ob pralle rote Rispentomate oder die letzten grünen Früchte kurz vor dem ersten Frost – am Ende zählt, dass deine Ernte nicht auf der Fensterbank verdirbt. In unserem PDF-Guide „Tomaten-Rezepte zum Haltbarmachen“ zeigen wir dir 7 bewährte Rezepte – vom Einlegen über selbstgemachte Tomatensoße bis zum würzigen Chutney – damit deine Ernte auch im Winter noch schmeckt. Jetzt Guide entdecken (3,90 €) →
